Die technische Entwicklung der endoskopischen Bandscheibenoperationen hat in den letzten 10 Jahren enorme Fortschritte gemacht.
Dr. Krzok besitzt umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der endoskopischen Bandscheibenoperationen.
Er hat mehr als 1000 endoskopische Eingriffe bei Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule durchgeführt.
Viele ausländische Ärztinnen und Ärzte profitieren von diesem Erfahrungsschatz, indem sie bei uns hospitieren oder durch Live-OP`s vor Ort sich die Technik aneignen. Die rege Vortragstätigkeit von Dr.Krzok trägt zur Verbreitung dieser neuen und sehr anspruchsvollen Technik bei.
Durch einen kleinen Stich von ca. 8mm erfolgt der seitliche Zugang zur Bandscheibe.
Dabei wird das Gewebe nicht zerschnitten oder die wichtige Muskulatur der Lendenwirbelsäule abgelöst, sondern mit Hilfe eines Systems von Stäbchen und Hülsen unterschiedlicher Stärke gedehnt.
Im Vergleich zur Anfangsära der endoskopischen Bandscheibenchirurgie können inzwischen nahezu alle Formen der lumbalen Bandscheibenvorfälle mit der neuen Technik operiert werden.
Während früher das Zielgebiet für die endoskopische Operation die Bandscheibe selbst war(„YESS“-Technik), so ist heute der oft verlagerte Bandscheibenvorfall im Wirbelkanal das Ziel (z.B.“ TESSYS“-Technik).
Dazu muss fast immer der Austrittskanal des Spinalnervs (das sog."Foramen spinale") durch stufenweises Auffräsen oder Aufbohren erweitern lässt.
Dazu sind Spezialinstrumente erforderlich, um ohne Schnitt nur unter Röntgenkontrolle diese Technik durchzuführen.
Im Vergleich zur klassichen Bandscheibenoperation gibt es deutliche Vorteile bei der Behandlung der sogenannten extraforaminalen und foraminalen Vorfällen, das heißt bei sehr weit seitlich gelegenen Vorfällen.
Inzwischen können auch die verlagerten Vorfälle mit der neuen Technik operiert werden.
In den meisten Fällen ist nur ein kurzzeitiger Stationärer Aufenthalt erforderlich. Die Wiedereingliederung in das Berufsleben hängt vom Beruf des Patienten ab und natürlich vom individuellen Verlauf nach der Operation. In den meisten Fällen ist eine medizinische Rehabilitation (Kur) nicht erforderlich.
Aufgrund unserer Erfahrung empfehlen wir das Tragen einer elastischen Lumbalbandage für die Dauer von 4 Wochen nach der Operation.
Die Krankengymnastik ist nicht vor der 3.postoperativen Woche sinnvoll.
Gelegentlich sind weitere physiotherapeutische Maßnahmen notwendig.
Die Verlagerung von Bandscheibengewebe in den Spinalkanal bezeichnet man als „Bandscheibenvorfall“ (Nucleus pulposus Prolaps). Aufgrund der Wirkung statischer Kräfte werden zu 90% die beiden unteren Bandscheiben L4-5 und L5-S1 betroffen.
Verschleißvorgänge im Bindegewebe der Bandscheibe können zu Rissen im Faserring (blau) führen, wodurch Teile des Gallertkernes (braun) in den Wirbelkanal austreten können.
Je nachdem, ob der Spinalnerv rechts oder links gedrückt wird, kommt es zu Schmerzausstrahlung rechts oder links im Verlauf des Nervens, also meistens (bei den unteren Bandscheibenvorfällen) in das Bein. Der Beinschmerz durch die Bandscheibe L5-S1 wird als „Ischialgie“ bezeichnet, weil die Schmerzausstrahlung entlang des Ischiasnervs über Gesäß, Ober- und Unterschenkelrückseite mitunter bis zur kleinen Zehe zieht.
Je nach Grad der Nervenkompression können Gefühlsstörungen (Kribbeln, „Ameisenlaufen“ oder Taubheitsgefühle der Haut) auftreten aber auch Muskellähmungen unterschiedlicher Stärke.
Wird das Rückenmark oder der Ausläufer des selbigen, die sog. „Kauda equina“ („Pferdeschwanz“ oder besser „Nervenfasersack“) betroffen wie in der Abbildung 6, so strahlt der Schmerz nicht unbedingt in das Bein aus, sondern es kann zu einer Taubheit im Gesäß- oder Genitalbereich kommen, im schlimmsten Fall mit Blasen- und/oder Mastdarmentleerungsstörungen (Inkontinenz!)oder Errektionsstörungen.
Diese Situation (sog.“Kaudasyndrom“) erfordert eine sofortige Bandscheibenoperation. Eine schnelle Operation zur Entlastung der Nerven muss auch bei akuten Lähmungen bestimmter Muskelgruppen (zum Beispiel „Fußheberlähmung“) erfolgen.
...der neuen endoskopischen Bandscheibenoperation:
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